Stadtumbau in Gewerbegebieten

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Jan Polívka

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Auf dem Weg zur zukunftsfesten und nachhaltigen Strategie für eine neue Transformationsaufgabe

Gewerbegebiete in Deutschland kommen in Jahre, und müssen gleichzeitig vielfältigen neuen Anforderungen gerecht werden. Änderungen in Produktion, neue Anforderungen an Arbeitsbedingungen und klimabedingte Anpassungen sind nur einige. Struktureller, technischer und funktionaler Umbau zu zukunftsfähigem Bestandteil des Siedlungsraums ist die Aufgabe. Daher wird es künftig erforderlich sein, entsprechende kommunale Entwicklungskonzepte aufzulegen, die den Kriterien einer nachhaltigen Transformation gerecht werden.

Ziel des Projektes ist es, die Anforderungen und Inhalte solcher Konzepte zu strukturieren und exemplarisch erproben. Eine multikriterielle Erhebungs- und Bewertungsmatrix soll dabei als Ergebnis eine zielgerichtete und strategische Entwicklung von Gewerbegebieten ermöglichen. Sie soll den Handlungsbedarf in den unterschiedlichen relevanten Bereichen aufzeigen, und so die planerischen Handlungsnotwendigkeiten strukturieren und benennen. Dabei werden zentrale Kennzahlen der Gewerbegebiete sowie deren Einbettung in den größeren Stadtentwicklungskontext abgebildet. Daneben sollen lokale Bewertungskriterien und so z.B. individuelle Bedarfe einbeziehen. Dadurch können unterschiedliche Entwicklungspfade qualitativ bewertet und priorisiert werden, um den Zieldimensionen ökologischer, ökonomischer und sozialer Nachhaltigkeit gerecht zu werden.

Für Land, Städte und Gemeinden kann die zu entwickelnde Strategie zur Erneuerung von Gewerbegebieten als ein zentrales Tool dienen: Erstens wird eine vergleichende Analyse der unterschiedlichen Gewerbegebiete einer Stadt oder Gemeinde ermöglicht. Es wird auf einen Blick ersichtlich, in welchen Bereichen Entwicklungspotenziale und -notwendigkeiten bestehen. Zweitens wird aufgezeigt, welche Maßnahmen bereits erfolgreich umgesetzt werden. Deren längerfristige Wirkungen wird quantitativ erfasst. Dadurch wird, drittens, die beschleunigte Diffusion erfolgreicher Maßnahmen ermöglicht. Viertens werden Daten, die in unterschiedlichen Fachbereichen innerhalb der Stadt- und Gemeindeverwaltungen bereits erhoben werden, im Rahmen der Matrix integriert sowie Leerstellen in der Datenerhebung ersichtlich. Dadurch wird eine umfassende und übergeordnete Betrachtungsweise möglich. Insgesamt ermöglicht dies kriteriengestützte Investitionen in Nachhaltigkeitstransformation und Standortattraktivität von Gewerbegebieten.

Forschungskonsortium

  • Forschungsgruppe „Raumbezogene Planung und Städtebau“ am ILS gGmbH
  • Nachhaltige Wohnbestandsentwicklung an der FA RWTH Aachen University
  • Stadt Dortmund
  • Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH
  • Institut für Arbeit und Technik, Forschungsbereich Strukturwandel & Innovation, Gelsenkirchen