Ruling without rules: not only nudges. regulation beyond normativity.

  Bildcollage © DUSSELDORF2014 _ COMPO_11 – Laurent Dequick (LDK photo)

Donnerstag, 27. Februar, 11 Uhr

Inhalt

Wenn ein Problem auftritt, erklärt es oft sofort jemand: 'Es gibt eine Regulierungslücke zu schließen. Was wir brauchen, ist eine neue Regel". Als ob alles mit einer neuen Regelung gelöst werden könnte. Und wenn wir an eine Verordnung denken, die die Dinge in Ordnung bringen kann, haben wir im Allgemeinen eine mündliche - vorzugsweise schriftliche - Verordnung im Sinn. Hier sind zwei Aspekte hervorzuheben. Erstens kann das Verhalten nicht nur mit verbalen Normen geregelt werden, sondern auch mit nonverbalen Normen, wie Zonenpläne oder Verkehrszeichen. Zweitens kann das Verhalten sogar ohne eine bestimmte Regel geregelt werden: Der Vortrag ist diesem faszinierenden Regelungsphänomen gewidmet, wobei ein besonderes Augenmerk auf die Bereiche Planung und Architektur gelegt wird. 

Stefano Moroni ist Professor für Planung an der Polytechnischen Universität Mailand, Italien. Seine Forschungsschwerpunkte sind angewandte Ethik, Rechtsphilosophie und Planungstheorie. Zu seinen veröffentlichten Büchern gehören: "Vertragliche Gemeinschaften in der sich selbst organisierenden Stadt", 2012; "Ethik, Design und Planung der gebauten Umwelt", 2013; "Städte und private Planung", 2014, "Raum und Pluralismus", 2016

Das Seminar ist Teil der Kolloquiumsreihe Planung und Gestaltung für anpassungsfähige Städte und Stadtviertel, die von Dr. Stefano Cozzolino und Prof. Dr. Jan Polívka organisiert wird.

Dies ist ein offenes Seminar für Doktoranden und Master-Studenten. Der Vortrag ist auf Englisch.

Veranstaltungsort

R220, Reiff, Schinkelstraße 1, 52066 Aachen